Villa Heike
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Pflanzen, Planeten, Sonne und blauer Himmel
kinoMANUAL – Projektionen nach Jurkiewicz
27.02-08.03.2026
Vernissage 27.02., 19:00 Uhr
Artist talk 28.02., 16:00 Uhr / moderation Anna Mituś
Aga Jarząb und Maciej Bączyk greifen auf die Arbeiten von Zdzisław Jurkiewicz’ zurück und – inspiriert von seiner Art des Sehens – entfalten Visionen von Planeten, Sonne und blauem Himmel, die sie mit dem Alltäglichen und Häuslichen verknüpfen. Die Blicke aller drei kreuzen sich in einer aufmerksamen Beobachtung und richten sich zugleich auf den Himmel wie auch auf das, was im Inneren wächst – auf Pflanzen, die im häuslichen Raum präsent sind.
Die Ausstellung wird zu einem Raum der Überkreuzung verschiedener Ordnungen: des Äußeren und des Inneren, des Riesigen und des Intimen, des Wissenschaftlichen und des Häuslichen. Sie stellt Fragen nach den Grenzen der Wahrnehmung und danach, auf welche Weise das Ferne nah werden kann. Danach, ob der Kosmos – statt als Raum von Eroberung und Expansion – als Teil unseres „Zuhauses“ verstanden werden kann. Und schließlich: Wie weit reicht der Begriff des Wohnens in einer Welt, in der sich die Grenzen dessen, was das Unsere ist, ständig verschieben.
Kurator: Paweł Bąkowski
Organisatoren:FOTO-GEN Galerie des Kultur- und Kunstzentrums in Wrocław, Villa Heike
Partner: Polnisches Institut Berlin
Medienpartner: Pismo Artystyczne FORMAT, Contemporary Lynx, Kwartalnik Fotografia
Das Projekt wurde aus dem Haushalt der Woiwodschaftsregierung Niederschlesien und durch einen Zuschuss der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit kofinanziert
SHIFTING WEATHERS
Susanne Kriemann, Jasmijn Visser (mit Ingmar König), Luiz Zanotello
Eröffnung: 21.03.2026 17 Uhr
Dauer: 26.03.—02.05.2026
Symposium: 11.04.2026, 12-18 Uhr
Öffnungszeiten: Do-Sa 14-18 Uhr (und nach Vereinbarung)
Shifting Weathers ist eine Ausstellung im Villa Heike Kunstverein, die sich mit Wetter, Klima und bildgebenden Technologien auseinandersetzt. Während in der Öffentlichkeit Klima durch technische Bilder, Messungen und Prognosen sichtbar gemacht wird, ist es zugleich wirksam durch langsame Prozesse, die unserer unmittelbaren Wahrnehmung entgehen.
Das Ausstellungsprojekt versteht Wetter als fortwährenden Zustand, der Wahrnehmung, Empfinden und Zeitlichkeit formt. Mit Arbeiten von Susanne Kriemann, Jasmijn Visser (mit Ingmar König) und Luiz Zanotello richtet es den Blick auf die komplexen Gegebenheiten, die der medialen Vermittlung und Interpretation von Wetter und Klima zugrunde liegen. Die Ausstellung zeigt aber vor allem, wie künstlerische Praktiken jenseits von Katastrophenbildern neue Perspektiven auf die Vielschichtigkeit von Klima eröffnen.
Susanne Kriemann betrachtet in ihrer Arbeit Datadust, skin of sand Landschaften als materielle Archive menschlicher Hinterlassenschaften. Sie zeigt, wie Mikroplastik zum neu integrierten Bestandteil ökologischer Kreisläufe geworden ist. Es wird durch Wetter und Verwitterung über die Zeit hin verteilt und sedimentiert. Kriemanns Beobachtungen machen so Klima als bestimmenden Faktor langfristiger Einschreibungsprozesse sichtbar.
Jasmijn Visser entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Game Developer Ingmar König das interaktive Videospiel The weather has been cancelled, das eine Welt ohne Wetter entwirft. In ihrer fragmentierten, lyrischen Umgebung, in der sich Spielende frei bewegen können, wird die Komplexität des Klimawandels gespiegelt: nicht auf eine einzige Erzählung reduzierbar und dennoch tief verankert im kulturellen Gedächtnis sowie in kollektiver Trauer.
Luiz Zanotello untersucht in seiner Installation Tempo-Imagem das Zusammenspiel von Zeit und Wetter anhand von Echtzeitbildern frei zugänglicher Wetterkameras weltweit. Indem er eine Maschine mit diesen visuellen Daten trainiert und ihre Prozesse filmisch sichtbar macht, verschiebt die Arbeit den Blick auf unterrepräsentierte Regionen und unterschiedliche Zeitlichkeiten. Dabei wird Wetterbeobachtung als politischer Akt des Sehens gefasst.
Die Ausstellung wird von Sarie Nijboer unter der Leitung von Michael Schäfer kuratiert.
Shifting Weathers wird durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin gefördert.
Die neue Produktion von The weather has been cancelled von Jasmijn Visser in Zusammenarbeit mit Ingmar König wird durch den Mondriaan Fonds unterstützt. Tempo-imagem von Luiz Zanotello wurde im Rahmen eines Residenzprogramms der European Media Art Platform in Zusammenarbeit mit Ricardo Vieira bei gnration (Braga, Portugal) und mit Unterstützung des Programms „Kreatives Europa – Kultur“ der Europäischen Union realisiert.
vergangen:
13.12.2025 - 14.02.2026
Öffnungszeiten: Fr 16-20 Uhr, Sa&So 14-20 Uhr
Der Kunstraum in der Villa Heike übernimmt die Ausstellung: Activestills - Documenting life, death and resistance in Palestine vom Finnischen Museum für Fotografie in Helsinki (The Finnish Museum of Photography). Die Ausstellung versammelt die Werke von Fotograf*innen des Kollektivs Activestills, die seit zwei Jahrzehnten das Leben in und um Palästina dokumentieren. Ihre Bilder zeigen den Alltag, aber auch Verlust, Widerstand und die Folgen jahrzehntelanger Gewalt.
Wir sind uns bewusst, dass dieses Thema in Deutschland mit besonderer Sensibilität diskutiert wird. Gerade deshalb halten wir es für wichtig, unseren Beitrag zu leisten, Räume zu schaffen bzw. bereitzustellen, in denen dokumentarische Werke in ihrer ganzen Komplexität betrachtet und verstanden werden können. Die Ausstellung und das Begleitprogramm, eine Kooperation von Activestills und xart splitta e.V., lädt Besucher*innen ein, sich mit den Bildern auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und über verschiedene Formen von Gewalt, Solidarität und Zeug*innenschaft nachzudenken. Wir hoffen, dass die Ausstellung dazu beitragen wird, Verständnis zu fördern und Polarisationen abzubauen.
Der Kunstraum in der Villa Heike bekennt sich grundsätzlich zu Gewaltfreiheit, wir sind gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und auch sonst jegliche Art von Diskriminierung. Unser Ziel ist es, einen offenen, respektvollen Dialog zu ermöglichen und einen Raum zu schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven diskutiert werden können, ohne Ausgrenzung oder Vorurteile.
„Not a Moment, Not a Place” ist die zweite Ausstellung des neu gegründeten Villa Heike Kunstvereins und präsentiert Arbeiten von Ralf Brueck, Kathrin Ganser und Daria Lou Nakov. Einige der Arbeiten sind für diese Ausstellung angefertigt worden bzw. werden zum ersten Mal gezeigt. Die Werke der drei Künstler*innen entstehen aus fotografischen „Vorbildern“, welche sie aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen lösen, durch analoge und digitale Manipulation und Montage überschreiben, und damit in neue visuelle Ordnungen überführen. Sie verstehen Fotografie als ein Medium der Transformation, bei der die aufgenommenen Motive nicht nur zu Bildern, sondern dann in einem weiteren Schritt wieder zu Objekten werden. Die Ausstellung Not a Moment, Not a Place fragt, was diese Bewegung hin zur Objekthaftigkeit technischer Bilder im Kunstfeld bedeutet, angesichts einer Kultur, in der diese Bilder sonst nur noch als flüchtige Erscheinungen auf unseren digitalen Displays konsumiert werden.
Ältere Ausstellungen
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